Geschichte des Schlosspark Theaters


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1804 Die Geschichte des renommierten Theaters reicht zurück bis in das Jahr 1804, als das Gutshaus Steglitz im klassizistischen Baustil errichtet wurde.

Architekt des Hauses war Heinrich Gentz nach Entwürfen von David Gilly; Bauherr Carl Friedrich von Beyme

Ca. 1885 wurde das Gebäude des jetzigen Schlosspark Theaters vom Kaufmann Hans Heinrich Müller auf dem Gelände des Wirtschaftstraktes des sogenannten "Wrangelschlösschens" (Gutshaus Steglitz) erbaut und zunächst als Tanzsaal und Restauration genutzt.

1921 fand nach einem Umbau das Theater mit 440 Plätzen in diesem Gebäude eine neue Unterkunft.

1945 nach dem Zweiten Weltkrieg führte Boleslaw Barlog das Theater 27 Jahre lang bis 1972 und inszenierte über 100 Stücke. Unter anderem gehörten Hildegard Knef, Klaus Kinski und Martin Held zum Ensemble. Seine Nachfolger waren erst Hans Lietzau und danach Boy Gobert.

In der Nachkriegszeit feierten deutschsprachige Erstaufführungen berühmter zeitgenössischer Dramatiker hier Premiere, so zum Beispiel 1953 Samuel Becketts bekanntes Stück "Warten auf Godot" in der Regie von Karl Heinz Stroux. Hildegard Knef hatte im Schlossparktheater ihr Theaterdebüt.

Für die Uraufführung der von Max Brod dramatisierten Fassung von „Das Schloß“ wurde das Ensemble des Theaters 1953 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

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1950 wurde das Schlossparktheater als Teil des Schillertheaters zum Staatstheater ernannt und war dessen kleinere Spielstätte.

Weitere große Namen zu damaliger Zeit auf oder hinter der Bühne waren: Klaus Kinski, Erich Schellow, Johanna von Koczian, Klaus Kammer, Gudrun Genest, Bernhard Minetti, Berta Drews, Walter Franck, Marianne Hoppe, Carl Raddatz, Arthur Wiesner und Peter Ustinov.

1993 Nach der Schließung der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin im Jahre 1993 wurde das Schlossparktheater als Privattheater mit staatlichen Zuschüssen betrieben. Aus der Konkursmasse der nach der Wende abgewickelten Staatlichen Schauspielbühnen übernahm Heribert Sasse das Schlossparktheater als Privatbühne.

2004 Seit 2004 war der Unterhaltungskonzern Stage Entertainment, der in Berlin auch das Theater des Westens und das Theater am Potsdamer Platz betreibt, finanzkräftiger Partner des Schlossparktheaters. Die Zuschauerzahlen erreichten jedoch auch unter neuer Leitung (Intendant: Andreas Gergen) mit Musical und Operette nicht das erwartete Niveau.

Ab Sommer 2006 wurden im Schlossparktheater keine Theatervorstellungen mehr gezeigt.

2008 Im Dezember 2008 übernahm der Kabarettist Dieter Hallervorden das Schlosspark Theater (jetzt in 2 Worten geschrieben!), um es unter seiner Leitung als Sprechtheater ohne festes Ensemble zu bespielen.

2009 Nach aufwändigen Umbauarbeiten wurde die Spielstätte am 1. September 2009 im Rahmen einer Gala wiedereröffnet. Eröffnungspremiere am 2. September war das Schauspiel „Die Socken Opus 124“ mit Dieter Hallervorden und Ilja Richter.

2011 Mit einem festlichen Gala-Abend wurde der 90. Geburtstag des Schlosspark Theaters (in diesen Räumen) begangen. Auf der Bühne gratulierten dem jetzigen Hausherrn Dieter Hallervorden: Dagmar Biener, Brigitte Grothum, Hannelore Hoger, Katharine Mehrling, Eva Ingeborg Scholz, Franziska Troegner, Harald Effenberg, Peter Sattmann sowie Johannes Hallervorden.

  2015      Seit der Spielzeit 2015/16 hat das Schlosspark Theater mit der YAS – JUNGES SCHLOSSPARK THEATER ein eigenes Jugend-Ensemble. Unter professioneller Leitung von Stefan Kleinert spielen die jungen Amateur-Schauspieler verschiedene Klassiker an drei Bühnen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf: Schlosspark Theater, Gutshaus Steglitz und ZimmerTheater Steglitz.
Im März 2017 wird das Jugend-Ensemble unter Mitwirkung von Johannes Hallervorden (18) am Schlosspark Theater die deutschsprachige Erstaufführung des Stückes „Am Bildschirm Licht“ des griechischen Autors Vangelis Hatziyannidis herausbringen.

Unter der Intendanz von Dieter Hallervorden standen und stehen seit 1. September 2009 u. a. die folgenden „großen Namen“ in Eigenproduktionen des Hauses auf der Bühne des Schlosspark Theaters: Robert Atzorn, Dagmar Biener, Wigald Boning, Volker Brandt, Charles Brauer, Michael Degen, Matthias Freihof, Brigitte Grothum, Jürgen Heinrich, Hannelore Hoger, Nina Hoger, Rainer Hunold, Thomas Koschwitz, Ingeborg Krabbe (†), Marion Kracht, Anita Kupsch, Michaela May, Katharine Mehrling, Angelika Milster, Oliver Mommsen, Désirée Nick, Timothy Peach, Jörg Pleva (†), Ilja Richter, Peter Sattmann, Michael Schanze, Jörg Schüttauf, Tatja Seibt, Philipp Sonntag, Karsten Speck, Julia Stemberger, Manon Straché, Jürgen Tarrach, Franziska Troegner, Ingrid van Bergen, Jasmin Wagner, Eleonore Weisgerber, Katja Weitzenböck, Gustav Peter Wöhler, Achim Wolff sowie Dieter und Johannes Hallervorden.

In Gastspielen, Konzerten oder Lesungen erlebte man:
Helmut Baumann, Peter Bause, Alfred Biolek, Thomas Borchert, Gunther Emmerlich, Rosemarie Fendel (†), Tim Fischer, Joachim Fuchsberger (†), Winfried Glatzeder, Max Goldt, Romy Haag, Axel Hacke, Josef Hader, Edith Hancke (†), Nicole Heesters, Elke Heidenreich, Dieter Hildebrandt (†), Ulrich Kienzle, René Kollo, Jochen Kowalski, Kurt Krömer, Hardy Krüger sen., Heinz Rudolf Kunze, Günter Lamprecht, Volker Lechtenbrink, Markus Majowski, Ulla Meinecke, Richy Müller, Julia Neigel, Uwe Ochsenknecht, Walter Plathe, Hans Scheibner, Werner Schneyder, Christoph Schobesberger, Eva Ingeborg Scholz, Georg Schramm, Walter Sittler, Stephan Sulke, Katharina Thalbach, Gayle Tufts, Suzanne von Borsody, Jürgen von der Lippe, Dr. Eckart von Hirschhausen, Johanna von Koczian, Hella von Sinnen, Peter Weck, Thekla Carola Wied, Daniela Ziegler, August Zirner u. v. m.

Als Kreative waren und sind seither kreativ:
Regie: Paul Bäcker, Michael Bogdanov (†), Dieter Hallervorden, René Heinersdorff, Holger Hauer, Alfred Kirchner, Roland Lang, Manfred Langner, Adelheid Müther, Anatol Preissler, Bettina Rehm, Ottokar Runze, Thomas Schendel, Katharina Thalbach, Philip Tiedemann u.a.
Bühne & Kostüm: Fred Berndt, Karin Betzler, Suse Braun, Lilot Hegi, Jakob Knapp, Prof. Karl Kneidl, Daria Kornysheva, Momme Röhrbein, Karel Spanhak, Stephan von Wedel u.a.

Stand: April 2017


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