Apfelstrudel trifft Baklava

Eine Comedy-Kombi der Extraklasse - powered by Radio Paradiso
Idil Baydar als Jilet Ayse + Zeynep & Nabil von Frankfurter Klasse

Zum Inhalt:

IDEE
Die Gastarbeiter kamen und mit Ihnen der Döner, Shawarma, Dürüm, Kebap, Lahmacun, Falafel, Baklava, Lokum, Tee, Kaffee, Gebäck, Goldketten, Pinguine, Hupkonzerte, Hochzeiten, Bussi Bussis und vieles mehr gleich mit. Das multikulturelle Zusammenleben hat mehr positive Seiten, als viele glauben wollen. Diese Vielfalt präsentieren wir mit Stand Up Comedy und lassen das ganze verschmelzen mit Kunst, Kultur und Musik. Entdecken Sie Klischees, Non-Klischees und die gegenseitigen Sichtweisen auf unterschiedliche Verhaltensformen. Spannende Fragen, die endlich einmal beantwortet werden. Lachkrämpfe, pure Unterhaltung, Hintergrundinfos und Aha-Effekte sind garantiert. Vergessen Sie für einen Abend den Alltag, tanken Sie positive Energie und erleben Sie pure Unterhaltung und Augenblicke, die Sie nie vergessen werden.

ZIELE
„Apfelstrudel trifft Baklava“ verfolgt das Ziel, unterschiedliche Kulturen zusammenzubringen, um gemeinsam einen sozial gesellschaftlichen amüsanten Abend zu verbringen. Apfelstrudel trifft Baklava baut Barrieren und Vorurteile ab, das Format leistet einen kulturpolitischen Beitrag und sorgt für Verständigung, Verständnis und Toleranz. Die Show wird bundesweit in außergewöhnlichen Eventlocations, Theatern und Kulturstätten präsentiert.

MOTTO
Der deutsche Apfelstrudel ist historisch gesehen mit der bekannten türkischen Süßspeise Baklava, bestehend aus Blätterteig mit Pistazien oder Nüssen, verwandt. Der Legende nach brachten es die Araber in die Türkei, die Türken während ihrer Belagerung im Jahre 1638 nach Wien. Nach dem Rückzug der Türken fanden die Wiener das Baklava und brachten es zu ihren Konditoren. Diese zauberten daraus den Apfelstrudel. Jetzt liegt beim Bäcker der warme Apfelstrudel friedlich neben dem Baklava als ein Beispiel dafür, wie sich die beiden Kulturen ergänzen können.


 

Idil Baydar als Jilet Ayse

Idil Baydar, geboren in 1975 in Celle, ist eine deutsche Schauspielerin und Comedian. Ihre klischeehaft angelegte Kunstfigur Jilet Ayse, eine 18-jährige Kreuzberger Türkin, wurden über YouTube bekannt. Baydars Eltern sind türkische Einwanderer, die sich kurz nach ihrer Geburt trennten. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Celle auf und besuchte eine Waldorfschule. Die Schule beendete sie mit dem Abitur. Heute lebt sie als Schauspielerin und Comedian in Berlin und arbeitete hier auch für Jugendeinrichtungen. Baydars YouTube-Kanal, auf dem sie seit 2011 selbstgeschriebene und selbstgespielte Stücke zum Thema Integration präsentiert, erreichte bis zu 80.000 Klicks pro Video. Im Fernsehen war sie in Kabarett- und Comedysendungen wie StandUpMigranten (EinsPlus), NightWash (Einsfestival), Puffpaffs Happy Hour (3sat) oder Ladies Night (WDR) zu sehen. Seit 2015 hat sie eine feste Rolle in der RTL-Fernsehserie Block B – Unter Arrest. Von 2012 bis 2014 war Baydar als Jilet Ayse mit der Show „Isch schwöre …“ auf Bild.de auf Sendung. Am 29. September 2014 hatte ihr Comedy-Soloprogramm „Deutschland, wir müssen reden!“ in Berlin Premiere. Seitdem ist sie mit diesem Programm in ganz Deutschland auf Tour. Zudem ist Idil Baydar in verschiedenen Mixed-Shows in Deutschland, aber auch schon in Österreich und der Schweiz aufgetreten.


Programm: „Deutschland, wir müssen reden!“
Ein ganzes Land wird zum Gespräch gebeten. Ein Land, in dem Idil Baydar lebt und das ihr zunehmend Sorgen bereitet. Sie hat als hier geborene und vom Umfeld geprägte Berlinerin einiges an Migrations-Hintergründigkeit zu bieten und tut das gerne und vehement vor allem in ihren typischen Figur Jilet Ayse auf sehr eindrucksvolle und gewollt nachhaltige Weise. Jilet Ayse ist schwer und gewichtig, rein und rassig und glaubt das auch noch, wenn sie in den Spiegel schaut. Der ansonsten übrigens hauptsächlich dem Zuschauer vorgehalten wird. Sie ist überzeugt davon, das richtige Instrument zur Persönlichkeitsbildung und zur individuellen Freiheit gefunden zu haben – Sturheit! Getreu dem Motto: „Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirr‘ sie!“ hinterlässt sie leidenschaftlich vorgetragene Argumentationsketten, die nur am Anfang logisch und gerecht erscheinen. Das tun sie aber immer für Jilet Ayse! Und wir sollten es glauben. Immerhin schwört sie uns in guter, alter Kanak-Sprachen-Tradition, dass alles, was uns unglaubwürdig vorkommt, die Wahrheit ist. Und schon kommt es uns bekannt vor. Für jede ihrer Überzeugungen würde sie auch glatt sterben. Nicht sofort, klar. Aber wenn sie einen persönlichen Vorteil in ihrem Tod sehen würde, wär‘ sie sofort dabei. Und so erleben wir altbekannte Stereotypen, nagelneue Schimpfwörter, ungelogene Wahrheiten und garantierte Tatsachen am laufenden Band und mit besonders breiter Brust vorgetragen. Aggression ersetzt Überzeugungskraft bei Jilet Ayse und Lautstärke fehlende Argumente. Wenn sie etwas zu ihrem eigenen Wohl erreichen kann, dann wird sie trotz aller Vehemenz schnell opportunistisch, ohne zu wissen, was das ist. Sie verbreitet Botschaften, Lösungen und Angst in den ersten Reihen. Und doch wird sie geliebt. Davon ist sie zumindest überzeugt. Vermeintlich naiv begegnet sie Unbekanntem und hofft, irgendwann den Lohn für ihr anständiges Leben zu bekommen. Der Weg dahin ist sicher noch weit, aber äußerst unterhaltsam für den Zuschauer.

 

Zeynep & Nabil von FRANKFURTER KLASSE

Jochen Döring und Tim Karasch sind gebürtige Frankfurter. Seit 2010 entwickeln sie als „Frankfurter Klasse“ gemeinsam ein ganzes Panoptikum an Figuren und Rollenbildern, eine insgesamt durchaus repräsentative Zusammenstellung von Charakteren und Befindlichkeiten bundesdeutscher (Großstadt-)Jugend des neuen Jahrtausends. Sie changieren dabei häufig zwischen Theater und Comedy, Dramaturgie und Stand-Up. Ihre Sprache nimmt dabei alle Facetten des interkulturellen „Sprech“ auf, wie es auch in einer Mischung mit dem Hessischen im Rhein-Main-Gebiet im öffentlichen Raum zu hören ist. Ihr zweites Theaterstück „Die Reise des Goldfischs“ spielen sie seit 2010 regelmäßig und extrem erfolgreich im Frankfurter Theater„ Die Schmiere“, seit 2013 auch auf einigen anderen renommierten Bühnen im Frankfurter Raum. Seit 2012 gibt es eine ganz spezielle Erfolgsgeschichte auf Youtube: Vor allem Clips mit der Figurenkonstellation Zeynep/Nabil erreichen schwindelnde Höhen bei der Anzahl von Klicks, in dieser Zusammenstellung haben sie regelmäßige Radio-Auftritte bei HR3 und Antenne Frankfurt. 2013 erweist sich dieses Duo vor zweitausend Zuschauern als Überraschungs-Kracher beim Comedy-Gipfel „Deutschland Deine Türken“ in der Jahrhunderthalle Frankfurt, neben solchen Kabarett- und Comedy-Größen wie Bülent Ceylan, Fatih Cevikkollu, Django Asül und Özcan Cosar. Hier entwickeln sie schon ihren aktuellen, crossmedialen Theateransatz: das Zusammen- und Ineinanderspiel von reproduzierten Clips und Live-Aktion, das auch ihr aktuelles Theaterstück „Die Youtube-Night“ bestimmt.

Jochen Döring begann seine Schauspielkarriere 2006 am Schauspiel Frankfurt als „Heilbutt“ in Falladas Erfolgsstück „Kleiner Mann, was nun?“. Im selben Jahr schloss sich Jochen Döring dem Frankfurter Theater „Landungsbrücken“ an, wo er seitdem regelmäßig als „Ritter Rost“ in dem gleichnamigen Kinder-Musical zu sehen ist. Weitere Engagements hatte er u.a. am Frankfurter Volkstheater und am Staatstheater Darmstadt. Im Frankfurter Kult-Kabarett-Theater „Die Schmiere“ gehört er seit 2009 zum festen Ensemble. Tim Karasch ist seit seinem 17. Lebensjahr (meist als Bassist) in diversen Bands unterwegs. Er organisierte als Musiker zahlreiche Tourneen/Auftritte & Aufnahmen. Später absolvierte er ein Studium der Sozialpädagogik, dann begann er als Comedian, Schauspieler, Autor und schließlich auch als Dokumentarfilmer zu arbeiten. Die Figurenkonstellation Zeynep & Nabil: Zwei Philosophen der Straße geben Antwort auf die drängendsten Fragen unserer Republik. Oder was wollen Sie sonst wissen? Zwei Einwanderer-Kinder der dritten Generation im Dialog: Zeynep, das türkische It-Girl mit rosa Lifestyle und Conchita-Appeal, sowie Nabil, Aggro-Hip-Hopper mit ganz viel arabischem Migrationshintergrund. Gemeinsam haben sie zu allem eine Meinung. Besser: Sie haben zu jedem Thema etwas zu sagen. Und das tun sie in jede Kamera, die nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und vor jedem Publikum, ob freiwillig gekommen oder unter Gruppenzwang. Es wird sich todsicher über ihre schrägen Einsichten und Weisheiten krümelig lachen. Zeynep und Nabil sprechen vielen aus der Seele: 2,7 Mio. Youtube-Klicks können lügen, tun es aber in diesem Falle keineswegs.

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